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Der geförderte Breitbandausbau im Kreis Recklinghausen ist gestartet

Erster Spatenstich in Recklinghausen

Großer Bahnhof für den geförderten Breitbandausbau: Gemeinsam haben Vertreter von Bund, Land, Kreis und Stadt mit den ausführenden Unternehmen am Mittwoch, 10. April 2019, in Recklinghausen den ersten Spatenstich für den geförderten Breitbandausbau im Kreis Recklinghausen vorgenommen. Ab sofort wird im Kreisgebiet mit Hochdruck an der Umsetzung des von Bund und Land geförderten Ausbaus mit schnellem Internet gearbeitet.

„Das ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Region. Kreisweit werden 207 Schulen mit Glasfaseranschlüssen versorgt. Auch für die Wirtschaft ist dieser Ausbau ein wichtiger Standortfaktor. Wir sind Bund und Land sehr dankbar, dass sie die Förderung jeweils zur Hälfte übernommen haben“, sagte Landrat Cay Süberkrüb beim ersten Spatenstich an der Wolfgang-Borchert-Gesamtschule in Recklinghausen. Georg Möllers, der Erste Beigeordnete der Stadt Recklinghausen, ergänzte: „Recklinghausen ist eine Bildungsstadt. Und natürlich haben wir den Anspruch, dass unsere Schulen auch mit moderner Infrastruktur versorgt werden. Davon werden Schüler und Lehrer ganz sicher gleichermaßen profitieren. Wir müssen uns im Zuge der Bauarbeiten auf Beeinträchtigungen einstellen. Was zählt, ist am Ende aber das Ergebnis.“

Beim ersten Spatenstich für den geförderten Breitbandausbau im Kreis Recklinghausen, Fördergebiet Süd: Georg Möllers (1. Beigeordneter Stadt Recklinghausen), Detlef Kolbe (Schulleiter Wolfgang Borchert Gesamtschule), Cay Süberkrüb (Landrat Kreis Recklinghausen), Ralf Weidmann (Abteilungsleiter Bezirksregierung Münster), Karsten Kremer (Prokurist GELSEN-NET), Mathis Entrup (ateneKOM) und Carsten Wick (Geschäftsführer GELSEN-NET).

Zusammen mit Ralf Weidmann (Bezirksregierung Münster), Mathis Entrup (Mitarbeiter des Regionalbüros der ateneKOM, Projektträger des Bundes) sowie Carsten Wick (Geschäftsführer GELSEN-NET) und Karsten Kremer (Prokurist GELSEN-NET), und Vertretern der bauausführenden Unternehmen haben Cay Süberkrüb und Georg Möllers den ersten Spatenstich vorgenommen. Nun kann der geförderte Breitbandausbau im südlichen Kreisgebiet starten.

Beim Startschuss für den geförderten Breitbandausbau im Kreis Recklinghausen (v.l.) Ralf Weidmann (Bezirksregierung Münster), Cay Süberkrüb (Landrat Kreis Recklinghausen), Mathis Entrup (Regionalbüro ateneKOM), Sven Ahrens (Breitbandkoordinator Kreis Recklinghausen).

Mehr Informationen zum Thema gibt es auf www.kreis-re.de/breitband

Hintergrundinformationen:
Der Kreis Recklinghausen hat Anfang 2017 mit allen zehn kreisangehörigen Städten eine Kooperationsvereinbarung zum geförderten Breitbandausbau im gesamten Kreisgebiet abgeschlossen. Mit dieser Vereinbarung konnte sich der Kreis um Fördermittel des Bundes und des Landes bewerben, um im gesamten Kreisgebiet möglichst viele „weiße Flecken“ - das sind Adressen mit weniger als 30 Mbit/s Downloadgeschwindigkeit - zu beseitigen und mit schnellem Internet zu versorgen.

Mitte 2017 hat der Bund die gemäß seiner „Richtlinie für die Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ möglichen 50 % der beantragten Mittel vorläufig bewilligt. Der Antrag des Kreises auf Kofinanzierung durch das Land NRW in Höhe weiterer 50 % wurde ebenfalls positiv beschieden auf Grundlage der „Richtlinie des Landes NRW zur Kofinanzierung des Bundesprogramms“. Die letztlich insgesamt benötigten Finanzmittel in Höhe von 68,35 Millionen Euro wurden Anfang 2019 von Bund und Land NRW endgültig bewilligt. Am 22.02.2019 wurden vom Kreis Recklinghausen und den TKUs die Verträge für vier Lose unterschrieben. Beauftragt wurden die Deutsche Telekom AG und die GELSEN-NET Kommunikationsgesellschaft mbH. Durch diese erfolgt der Breitbandausbau für Privathaushalte und Unternehmen in fast allen „weißen Flecken“ sowie von allen 207 Schulen im Kreisgebiet. Insgesamt bedeutet das weit über 11.000 geförderte Glasfaseranschlüsse in den zehn Städten.

Die Glasfaseranschlüsse werden von den beauftragten TKUs als „FTTH“ („fibre to the home“) ausgeführt. Somit werden die gesamten neuen Netze in Glasfaser bis zum Haus- bzw. Wohnungsanschluss gebaut, statt wie bisher üblich auf den letzten Metern mit Kupfer- oder Koaxialkabeln. Mit dem durchgängigen Ausbau in Glasfaser werden die Voraussetzungen geschaffen, den Anschlussnehmern echtes „Breitband“ anzubieten, da mit diesen Netzen grundsätzlich Datenströme im Gigabit-Bereich möglich sind.

Der Ausbau erfolgt in den definierten Ausbaugebieten flächendeckend im förderrechtlichen Sinne. Dies bedeutet in den geförderten Bereichen für 100 % der Haushalte zuverlässig eine breitbandige Datenübertragungsrate von mindestens 50 MBit/s im Downstream und für 80 % der Haushalte sogar zuverlässig eine Datenübertragungsrate von mindestens 100 MBit/s - jeweils symmetrisch. Innerhalb der Ausbaugebiete werden an Sonderstandorten wie Schulen sowie für Unternehmen in Gewerbegebieten Übertragungsraten von mindestens 1 GBit/s symmetrisch zur Verfügung stehen. Symmetrischer Glasfaseranschluss bedeutet, dass sowohl im Download als auch im Upload die gleiche Bandbreite garantiert wird und nicht durch andere Anschlussnehmer auf der gleichen Leitung gemindert wird.

Das Kreisgebiet ist in ein Fördergebiet Nord und ein Fördergebiet Süd mit jeweils zwei Losen aufgeteilt. Das Los Nord 1 umfasst die Städte Dorsten und Gladbeck, Los Nord 2 die Städte Haltern am See, Marl und Oer-Erkenschwick, das Los Süd 1 die Städte Datteln und Waltrop sowie das Los Süd 2 die Städte Herten, Recklinghausen und Castrop-Rauxel.

Der erste Spatenstich des geförderten Breitbandausbaus im Kreis Recklinghausen erfolgt am 10. April 2019, die letzte Freischaltung ist für Mitte 2021 geplant.

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