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Digitalisierung - Upgrade für Ihr Unternehmen

Wie sollten sich Unternehmen auf die Digitalisierung vorbereiten? Welche Vorteile und Risiken gibt es? Wie lassen sich Geschäftsprozesse optimieren? „Digitalisierung – Upgrade für ihr Unternehmen“ war das Thema der von GELSEN-NET veranstalteten „Make IT“-Reihe im Ryokan an der Zoom-Erlebniswelt. GELSEN-NET hatte auch bei dieser Veranstaltung wieder interessante Referenten verschiedenster Unternehmen geladen, die ihr Wissen teilten und praxisnahe Beispiele lieferten. Udo Bredemeier, Leiter des EDV-Schulungszentrums von GELSEN-NET, begrüßte die Gäste und führte durch den Vormittag.

Prof. Dr. Karin Küffmann von der Westfälischen Hochschule sprach aus akademischer Sicht über den Weg zum digitalisierten Unternehmen. Die Digitalisierung der Prozesse, der Einsatz neuer Technologien (beispielsweise 3D-Druck) und die Entwicklung neuer Geschäftsprozesse seien wichtige Komponenten, um ein Unternehmen zu modernisieren. Ihr Fazit: „Wichtig ist es jedoch nicht nur, neue Technologien zu kennen und zu besitzen, sondern diese auch an Kunden und Leistungen zu orientieren.“

Darüber, wie weitumfassend die Digitalisierung in Gelsenkirchen als Kommune eingesetzt wird, referierten Manfred vom Sondern, Leiter der städtischen Stabstelle Vernetzte Stadt und GELSEN-NET-Sprecher Markus Lübbers. Derzeit sei Gelsenkirchen als sogenannte „Fellow-City“ ein bundesweites Vorbild für andere Städte im Bereich der Digitalisierung durch die gute Vernetzung, freies WLAN an 250 Hotspots, mobile Hotspots im ÖPNV, eine städtische Infrastrukturdatenbank, einen Geo-Datendienst oder die Mängelmelder-App „GE-Meldet“. Weiter sprach man über die Planung und Umsetzung innovativer Ideen wie Smart-Parking (Parken), Smart-Waste (Abfallentsorgung) und Smart- Metering (Energiemessung), alles digitale Technologien, die Prozesse verbessern, vereinfachen und Kosten sparen können.

Über das Thema „Smart Mobility – das Fahrzeug als IoT Hub“ informierte Harald Horn von der Geotab GmbH. Das Unternehmen habe bereits 1,3 Millionen Fahrzeuge mit einer Box ausgestattet, die Daten rund um die Fahrzeuge - insgesamt 2 Mrd. Datenpunkte pro Tag - misst. Er klärte über die dadurch entstehenden Möglichkeiten beispielsweise im Bereich Sicherheit, Unfallschadenmanagement und Umwelt auf. Auch betonte er im Zusammenhang mit dem Datenschutzgesetz: „Autonomes Fahren kann erst möglich werden, wenn ein Datenzugriff gewährleistet ist.“

Die heiß diskutierten Begriffe „Blockchain“ und die darauf beruhende „Kryptowährung“ standen bei Christopher Weßels von Fiducia & GAD IT AG im Mittelpunkt. Bitcoin sei zwar 2010 die erste Kryptowährung gewesen, mittlerweile gäbe es aber über 2000 digitale Währungen auf den Markt, die den Vorreiter bald ablösen könnten. „Vor Blockchain braucht man keine Angst zu haben“, stellt er weiter fest und nannte den Vorteil der dezentralen gemeinsamen Datenbank. Da viele Teilnehmer auf die gespeicherten Daten Zugriff haben und alle Vorgänge kontrollieren können, wären beispielsweise Transaktionen besonders sicher.

Ein Thema, das in eine ganz andere, aber genauso spannende Richtung ging, präsentierte Carsten Widera-Trombach. Der Spielehersteller und Geschäftsführer von Crenetic GmbH Studios sprach über aktuelle Trends in der Spieleindustrie. Er nannte E-Sport, Virtual Reality, das Spielen von überall und das Thema Gamification im Mittelstand. Zum letzteren Punkt stellte er ein Beispiel vor, wie sich Fachwissen spielerisch vermitteln lässt. Der Markt für Computerspiele würde zwar in Deutschland stark wachsen, Fördermittel - gerade im internationalen Vergleich - würden jedoch fehlen.

Verabschiedet wurden die Besucher schließlich nach einem Mittagssnack. Der ein oder andere nutzte auch die Gelegenheit, sein Netzwerk zu erweitern.

(Autor: Maria Eckardt)

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