Smarte Lösungen für die Stadt der Zukunft

Gelsenkirchen ist reich an guten Digitalisierungsideen. Die Stadt ist Vorreiter im Bereich Breitband und Digitalisierung. Das belegt die enge Zusammenarbeit zwischen dem IT-Weltmarktführer Huawei, der Stadt Gelsenkirchen und dem lokalen IT-Systemhaus GELSEN-NET, das mit dem Smart City Award 2016 ausgezeichnet wurde. Die Stadt hat sich aus einer Reihe von namhaften Bewerbern aufgrund der guten Glasfaser-Infrastruktur und bereits erfolgreicher Smart-City-Projekte hervorgetan.

Auf dem Weg zur vernetzten Stadt

Der Smart City Award geht zum ersten Mal an ein IT-Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen. Mit der Auslobung des Preises würdigt Huawei Unternehmen, die sich durch beispielhafte Projekte und erfolgreiche Losungen in Deutschland um Glasfaserausbau und Digitalisierungsstrategien verdient gemacht haben. Zu den prämierten Lösungen zählen die flachendeckenden WLAN-Projekte in den Fußgängerzonen der beiden Gelsenkirchener Stadtzentren City und Buer, in der gesamten ZOOM Erlebniswelt sowie erstmals auch im öffentlichen Personennahverkehr. Die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien in die Infrastruktur einer Stadt hilft Lösungen für Mobilität, Verwaltung und öffentliche Sicherheit zu finden. Viele städtische Probleme können so effizienter und schneller gelöst werden. Huawei Deutschland beabsichtigt, Gelsenkirchen daher als Modellstadt für „Safe-City“-Lösungen zu etablieren – ein wichtiger Schritt zur vernetzten Stadt. Dazu hat Oberbürgermeister Frank Baranowski auf der CeBIT für die Zukunft eine enge Zusammenarbeit mit der Huawei Technologies Deutschland GmbH vereinbart.

Smarte Lösungen für die Stadt der Zukunft

Gemeinsam wollen Stadt, Huawei und GELSEN-NET, eine hundertprozentige Tochter der Stadt Gelsenkirchen, innovative Projekte entwickeln und auf den Weg bringen, um aus Gelsenkirchen eine Vorzeigestadt für digitale Lösungen zu machen. Denkbar sind beispielsweise Mülltonnen, die der Stadtreinigung mitteilen, wenn sie geleert werden müssen, oder Autos, die dem Fahrer den Weg zum nächsten freien Parkplatz zeigen. Auch Straßenlaternen, die sich dimmen, wenn niemand in der Nähe ist, den dunklen Heimweg aber minutenlang erhellen, wenn sich die App des Passanten mit ihnen verbindet, sind Teil der Smart-City-Strategie. Bei Unfällen konnten automatische Quadrokopter den Einsatzkräften den kürzesten Weg zum Einsatzort weisen und Sensoren messen im Asphalt die Verkehrsdichte und regulieren Ampeln. Die Safe-City-Lösungen stutzen sich auf die modernsten Technologien aus den Bereichen „Mobiles Breitband“ und „Internet der Dinge“. In den Fokus rücken alle sicherheitsrelevanten Lebensbereiche, die die Lebensqualität einer Stadt ausmachen: Sicherheit im öffentlichen Raum, bei Großveranstaltungen, im eigenen Wohnumfeld und für die schnellere Kommunikation inner- und außerhalb der Verwaltung.


Modellregion für NRW und für Deutschland

Oberbürgermeister Frank Baranowski: „Die Zusammenarbeit eröffnet uns die Chance, innovative Lösungen im Bereich Smart City zu testen und damit nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch den Unternehmen wegweisende digitale Lösungen anzubieten. Gelsenkirchen steht als Testregion für den Einsatz von moderner IT-Technologie zur Verfügung und kann so Modellregion für NRW und für Deutschland werden.“ Huawei ist vom hohen Nutzen der Smart-City-Lösungen aus Gelsenkirchen und der weiteren Entwicklung zu einer intelligenten, vernetzten Stadt der Zukunft überzeugt. Kevin Hu, CEO Huawei Deutschland: „Wir freuen uns sehr, die Partnerschaft mit Gelsenkirchen im Bereich Smart und Safe City weiter ausbauen zu können. Gemeinsam wollen wir eine neue Qualität der intelligenten Stadt in Deutschland schaffen.“

Glasfaserausbau als Grundlage

Gelsenkirchen hat in den vergangenen Jahren beim Thema Digitalisierung einen sehr guten Ruf erworben. Dazu beigetragen haben die flachendeckende Glasfaseranbindung sämtlicher Gelsenkirchener Gewerbegebiete, Krankenhäuser sowie aller 86 Schulen durch GELSEN-NET. Das Glasfasernetz der Stadtwerketochter umfasst mittlerweile eine Faserlange von 13.000 Kilometern und bildet die zentrale Basis für weitere Dienste und Services, wie zum Beispiel die Vernetzung von Industrie und Digitaler Wirtschaft (Industrie 4.0), Cloud Computing, eHealth und Connected-Home-Dienstleistungen. In den nächsten Jahren wird GELSEN-NET die Erschließung weiterer Gelsenkirchener Stadtgebiete mit Glasfaser fortführen. Bis zum Jahr 2020 sollen rund 15.000 Privat- und Geschäftskunden an die High-Speed-Datenautobahn angeschlossen sein. Auch die flächendeckende WLAN-Versorgung an besucherstarken Standorten, die über die Grenzen von Nordrhein-Westfalen einzigartig ist, kann ohne eine breitbandige Glasfaserinfrastruktur nicht realisiert werden.

Die längste Hotspotmeile in Nordrhein-Westfalen

Für Städte und Kommunen hat sich der Aufbau von öffentlich zugänglichen Hotspots zu einem populären Thema entwickelt. Dabei geht es zunächst darum, in Bereichen mit hoher Besucherfrequenz oder besonderem Bildungsauftrag eine Grundversorgung mit Internetzugang über WLAN anzubieten. Bislang hat GELSEN-NET über 260 Accesspoints im Gelsenkirchener Stadtgebiet errichtet. Die längste Hotspotmeile in Nordrhein-Westfalen befindet sich zentral in Gelsenkirchen. Auf der über zwei Kilometer langen Bahnhofstraßen gibt es ein öffentliches, flachendeckendes und kostenloses WLAN-Netz. Auch die Hochstraße in der Innenstadt von Gelsenkirchen-Buer ist mit WLAN versorgt. Weitere Highlights sind das flächendeckende WLAN-Netz in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen und in der Veltins-Arena Auf Schalke. In Europas modernstem Fußballstadion gibt es WLAN für über 61.000 Besucher je Veranstaltung. Diesen Service realisiert GELSEN-NET als Serviceprovider mit einer Vier-Gigabit-Anbindung in Kooperation mit FC Schalke 04 und Huawei. Das Surfen an den öffentlichen GELSEN-NET-Hotspots ist grundsätzlich kostenlos. Zur Nutzung des Angebotes ist auch – um vor Missbrauch geschützt zu sein – eine Authentifizierung per SMS erforderlich. Diese Authentifizierung ist kostenlos und gilt für 24 Stunden.

Hotspots im ÖPNV

Der nächste Schritt auf dem Weg zu einer „better connected city“ ist die Entwicklung vom stationären zum mobilen Hotspot. Damit einher geht die Einbindung des öffentlichen Personennahverkehrs in die Smart-City-Strategie von GELSEN-NET. Schon heute sind die zentralen Omnibus-Bahnhöfe in Bottrop und Gelsenkirchen-Buer mit breitbandiger Hotspot-Technik vernetzt. Zusätzlich zu den Haltestellen werden auch die Busse und Bahnen im öffentlichen Personennahverkehr mit modernster WLAN-Technik ausgestattet. Gemeinsam mit dem Verkehrsunternehmen BOGESTRA bietet GELSEN-NET den Fahrgasten im ersten PowerBus kostenfreies On-Board-WLAN an. Ein mobiler LTE-Accesspoint im Bus sorgt dafür, dass die Fahrgäste über eine breitbandige und schnelle Datenverbindung ohne Einschränkung surfen können. Die technische Lösung für den Bus wurde gemeinsam mit dem Technologiepartner Huawei entwickelt.

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