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Wird Kommunikation jetzt endlich smart?

Smarte Kommunikation und die damit verbundenen Vorteile standen bei der vergangenen Make IT im Ryokan im Fokus. Bei der gut besuchten GELSEN-NET-Veranstaltung sprach Joachim Matzek, Leiter der Abteilung Informationstechnik der GELSEN-NET zunächst darüber, dass der Begriff „smart“ zwar oft Verwendung findet, aber die genaue Bedeutung nicht immer klar ist. „Smart steht laut Duden für clever oder gewitzt“, so Matzek. Er erklärte anhand eines alten Kurbel-Telefons, dass die Bedeutung des Begriffs bereits seine Historie hat: „Auch damals wollte man smart sein. Man entwickelte eine Wählscheibe für eine direkte Verbindung, anstatt sich über eine Vermittlungsstelle verbinden zu lassen.“ Natürlich kam er auch, auf moderne Smart-Anwendungen zu sprechen. Er betonte, dass für den Einsatz die Infrastruktur (Stichwort Glasfasernetz!) ausschlaggebend sei. Denn ohne funktionierendes Internet seien auch keine Smart-Anwendungen möglich. „Letztendlich wollen wir nur, dass es clever und einfach ist“, ergänzte er. Unified Communication und Collaboration, die Zusammenführung verschiedener Kommunikationsformen und -kanäle, die mehrere Mitarbeiter zeitgleich nutzen können, wurde ebenfalls thematisiert. Live präsentierte Sven Hirsch, IT-Mitarbeiter der GELSEN-NET, mit einem Anruf in die Unternehmenszentrale, wie einfach es sich per Video-Telefon zu zweit oder in einer Konferenz in Echtzeit kommunizieren lässt.

Kostenersparnis, Komplexreduktion und die Nutzung von überall
Über smarte Kommunikation aus Kundensicht und den notwendigen Werkzeugen referierte Roland Skuplik, Leiter der Abteilung Informationstechnologie der Volksbank Ruhr Mitte. Im Bereich All-IP-Netz arbeitet das Unternehmen seit anderthalb Jahren mit GELSEN-NET zusammen. „Früher hatten wir ein einzelnes Daten-Netz und ein einzelnes Telefon-Netz, da beide technisch nicht kompatibel waren“, so Skuplik. Seit anderthalb Jahren würde man hingegen nur noch eine Leitung nutzen, mit der die Telefonie über ein IP-Netz, also übers Internet, stattfindet. Kostenersparnis, Komplexreduktion und die Nutzung von überall nannte Skuplik als Vorteile. Direkt vor Ort bei der Make IT konnten die Gäste die smarten Endgeräte und die damit verbundene Voice over IP Telefonie selbst austesten.

Coworking-Space und virtueller 3D-Arbeitsraum
Dr. Rüdiger Klatt, vom Forschungsinstitut für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention e.V. (FIAP) gab ein Beispiel, wie zukünftig die Arbeitswelt für Unternehmen aussehen kann. Er sprach über den Coworking-Space, einen Arbeitsraum, in die sich Mitarbeiter verschiedener Unternehmen oder Freelancer einmieten können. Diese moderne Arbeitsform wird aktuell in Verbindung mit einem Virtual Reality-Labor im Gelsenkirchener Wissenschaftspark (Wipa) getestet und genutzt. Freie Plätze seien für das Modellprojekt „CoWin“ noch vorhanden. Klatt erklärte, dass Coworking gerade für Unternehmen eine spannende Alternative sei. Die Gründe: Mitarbeiter würden sich lange und mit Stau verbundene Wege zur Arbeit ersparen und Netzwerke und ein Austausch könnten entstehen, was dem Unternehmen zu Gute kommt. Zudem wäre im WiPa ein modernes Arbeitsumfeld gegeben. Ein direktes Bild von einem virtuellen 3D-Arbeitsraum erlebten die Gäste bei der Make IT durch eine VR-Brille.

Wie modernes Arbeiten funktionieren kann
Eine weitere Herangehensweise, wie modernes Arbeiten funktioniert, offenbarte Thomas Svilar von der innovaphone AG. Er stellt „myApps“ vor. Die vom Unternehmen entwickelte Kommunikationsplattform ist auf dem Smartphone, Tablet oder PC nutzbar und bietet unter anderem Möglichkeiten zum Chatten, Telefonieren, dem Teilen der Bildschirminhalte, dem Abhalten von Videokonferenzen, der Bedienung und dem Abhören von Voicemails oder der Einsicht auf den Terminkalender.

Die Basis aller Anwendungen
Felix Blumenstein, Key-Accounter bei GELSEN-NET betonte, wie wichtig Glasfaser nicht nur für große, sondern auch für mittlere und kleine Unternehmen sei und welche Zukunftsprojekte dabei eine Rolle spielen. Er verriet, dass Gelsenkirchen die erste Stadt in Deutschland sei, die ein sogenanntes LoRaWAN-Netz als Teil der Smart City flächendeckend nutzen werde. Durch dieses energiesparendes Funknetz sei eine nahtlose Zusammenarbeit von verschiedenen Systemen und Techniken unter smarten Anwendungen besonders gut möglich.

Abschließend beantwortete der Leiter des EDV-Schulungszentrums von GELSEN-NET und Moderator der Veranstaltung Udo Bredemeier die Leitfrage der Make IT „Wird Kommunikation jetzt endlich smart?“ mit einem eindeutigen „Ja“. Der Moderator: „Jetzt geht es lediglich darum, alles noch schneller, besser und benutzerfreundlicher zu machen.“

(Maria Eckardt)

 

Vorträge

Begrüßung
(GELSEN-NET, Udo Bredemeier)

Unified Communication und Collaboration im Unternehmen
(GELSEN-NET, Joachim Matzek und Sven Hirsch)

Smarte Kommunikation aus Kundensicht
(Volksbank Ruhr Mitte eG, Roland Skuplik)

Coworking und digitale Kommunikation
(Forschungsinstitut für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention e.V., Dr. Rüdiger Klatt)

Telefonie – Ein Blick in die Zukunft
(innovaphone AG, Thomas Svilar)

Praxisbeispiele aus KMUs
(GELSEN-NET, Felix Blumenstein)

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